Vierfachmama Adieu

2019 hätte ein aufregendes Jahr werden können. Manchmal geschehen Dinge im Leben, die man einfach nicht versteht. Zu meiner Geschichte gehört meine Fehlgeburt unseres Vierten Babys. Ich möchte diesen Beitrag schreiben um einfach meine Seele zu entleeren. Ein Thema worüber wenige reden. Ein Thema was so viele Frauen durchmachen. So und nun lege ich einfach mal los und Erzähl wie alles anfing.

 Anfang Mai 2018 hielt ich meinen Positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Als ich meinem Mann davon erzählte war er über glücklich. Elisia unsere älteste (4) bekam dies mit und verplapperte sich bei Familien Mitgliedern. Die Ganze Familie wusste nun von meiner Schwangerschaft bescheid. Meine Erste Vorsorge verlief wie erwartet, ich sollt in zwei Wochen nochmal kommen um mit dem Ultraschall zu gucken. Die  2 Wochen vergingen so unglaublich schnell. Ich war so aufgeregt mein kleines viertes Wunder sehen zu dürfen. Da saß ich, durfte wieder das schönste Gefühl erleben. Ein kleines Gummibärchen war zu erkennen. Alles war Zeitgerecht entwickelt. Ich bekam wie gewohnt einen neuen Termin für in 4 Wochen.

 

 

 

Als alles anders kam wie erwartet – Die Fehlgeburt

Juli 2018, dies sollte Mein schlimmster Monat des Jahres werden. Ich duschte mich am morgen und schminkte mich noch. Gespannt darauf zusehen wie unser kleines Baby sich schon entwickelt hat. Mein Mann fuhr mich zur Praxis und ich sagte ihm im Auto noch. “ hoffentlich geht es dem Baby gut“. Er blieb im Auto, weil meine kleine Elara eingeschlafen war. Oben angekommen wurden die normalen untersuchen gemacht, sowie Gewicht messen Blutabnehmen und Blutdruck messen. Da war nun der zeit Punkt gekommen, der Moment der mich und Mein restliches Leben begleiten wird. (ja ab hier schreibe ich mit tränen in den Augen). Ich konnte selber auf dem Ultraschall gerät erkennen das, dass kleine Herzchen nicht mehr Schlug. Meine Augen entfernten sich vom Bildschirm weg. Ich machte meine Augen zu und wartete nur noch das meine Ärztin mir die Traurige Nachricht mitteilt.

Nun war es soweit

Und da sprach sie es aus: Liebe FrauK. sowie es ausschaut ist diese Schwangerschaft nicht mehr intakt. Ich konnte nicht mehr schlucken… Nichts mehr denken…. Sitze ich wirklich hier ?Ist das hier ein Albtraum aus dem ich gleich erwache ?  NEEEIN es war kein Albtraum.Es war die Realität. Ein purer Gefühlschaos. Jede dritte Schwangerschaft endet mit einer Fehlgeburt oder anders gennant auch einem Abort Link .

Mein Erster Gedanke war Wieso ? Nun stürmte eine frage nach der anderen in mein Kopf. Wie erzähle ich das gleich meinem Mann. Was sagt die Familie dazu ? Wie erzähle ich es unseren Kindern ? Die Frauenärztin bot mir an, direkt ins Krankenhaus zu fahren und einen Termin für die Ausschabung zu machen. Ich war noch nicht bereit. Das kann es nicht gewesen sein? Von einer auf die andere Minute platze einfach alles. Mein Handy klingelte,  mein Mann wollte wissen ob alles gut ist und wie lange ich noch brauchen würde. „Ich komme gleich runter “ :sagte ich ihm mit einer zitternde stimme. Unten musste ich ihm die traurige Nachricht mitteilen. Dieser Teil bleibt privat.

Wieso keiner über Fehlgeburten reden mag ?

Bei zehn bis 20 Prozent aller Schwangerschaften kommt es noch vor der 20. Woche zu einer Fehlgeburt. Doch trotzdem bleibt es ein Tabuthema, worüber keiner reden mag. Wieso tauschen wir uns nicht aus ? Wieso reden wir nicht offen über unsere Gefühle? Wir suchen meist die Schuld des Geschehen bei uns selbst. Vielleicht hätten Wir ja was falsch gemacht. Ich habe auch nicht drüber geredet. Woran es wirklich liegen mag, kann ich nicht mal sagen. Irgendwie habe ich mich alleine gefühlt. Geweint und nach gedacht hab ich nur, als ich alleine war. Selbst vor meinem Mann habe ich meine Gefühle unterdrückt, um ihn nicht noch trauriger zu machen. Heute ist es ein paar Monate her und es tut immer noch weh. Aber inzwischen realisiere ich das es wirklich passiert ist. Und das es jeden treffen kann. Das wir nichts dafür können und das die Mutternatur machmal einen Schlussstrich zieht.

Wenn ich einer Mutter einen Tipp mitgeben könnte, die den selben Schicksalsschlag wie ich durchleben musste, dann wäre er : Liebe MAMA du bist ein wundervoller Mensch, bleib stark und redet über eure Fehlgeburt. Denn redet ist die beste Medizin. Wie einige von euch wissen bin ich auf Instagram und ich durfte in der letzten Zeit viele Mamas kennenlernen die leider das selber erleben mussten. Es tut einfach gut mit gleichgesinnten zusprechen.

 

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